Neue Gegenstrahlmühle, Fabrikat Hosokawa Alpine Type AFG 400 Zur Erweiterung unseres Lohnmahlzentrums

Neben den bereits vorhandenen Gegenstrahlmühlen, Type AFG erweitert die A. Ebbecke Verfahrenstechnik AG ihr Lohnmahlzentrum im Werk Schöneck bei Frankfurt am Main um eine weitere Anlage Type AFG 400. Die Gesamtanlage ist in einem eigenen abgetrennten Raum untergebracht und besteht aus einer geschlossenen Anlagentechnologie mit Vorlagebunker zur Zuführung der Rohwaren zur Zerkleinerung mittels Frewitt-Granulator, induktive Metalldetektion, Mikronisierung sowie großem Filter mit Direktausschleusung mittels Doppelklappensystem. Als Hygienestandard in unserem gesamten Lohnmahlzentrum wurde Lebensmittelstandard gewählt um eine möglichst hohe Flexibilität für unterschiedliche Qualitätsstandards zu ermöglichen. Somit ist auch die gesamte Anlagentechnik produktberührend dieser neuen Anlage in Edelstahl ausgeführt. Auch die Bühnenkonstruktionen sind aus nichtrostenden Materialien in Werkstoff Al Mg3.

Die Gegenstrahlmühlen eignen sich besonders für mittelharte bis harte Produkte. Hierbei kann das oberhalb der Mühle angeordnete Sichtrad durch stufenlose Regelung der Drehzahl einen definierten Luftstrom erzeugen um eine möglichst steile Kornverteilung zu erreichen. Mit der AFG Strahlmühle lassen sich auch schwierige Produkte wirtschaftlich herstellen. Zu nennen sind hier insbesondere wärmeempfindliche Stoffe wie Toner, Harze, Wachse, Fette, Ionenaustauscher, Pflanzenschutzmittel sowie hart schleißende Stoffe wie Siliziumkarbid, Zirkonsand, Gerund, Glas, Aluminiumoxid und Metallverbindungen. Ebenso können kontaminationsfrei aufzuarbeitende hochfeine Stoffe wie Leuchtstoffpulver, Silika, Gele, Kieselsäuren, Spezialmetalle, keramische Rohstoffe und Pharmazeutika verarbeitet werden sowie Hochleistungsmagnetwertstoffe auf Basis von seltenen Erdmetallen, wie z. B. Neodym-Eisen bor und Samarium Cobalt, mineralische Stoffe wie Karolin, Glimmer und Talkum sowie 3D-Drucker-Applikationen.

Unsere AFG 400 ist ebenfalls kryogen fahrbar und angeschlossen an unseren großen Stickstofftank mit entsprechend dimensionierten Verdampfern. Somit können besonders schwierig zu verarbeitenden Produkten, sowohl nicht kryogen als auch kryogen verarbeitet werden, je nach Erfordernis. Die Zuführung von Stickstoffgas bietet zudem den Vorteil, dass hygroskopische oder empfindliche Produkte mit Stickstoff interdiziert werden können. Auch Luftfahrt- und Raumfahrtpulver lassen sich somit unter sehr hohen Hygienestandards be- und verarbeiten. Betonen möchten wir noch, dass auf allen unseren Mahlanlagen im Strahlmahlzentrum keine Schwarzprodukte verarbeitet werden und somit eine Kontamination mit farbigen Produkten grundsätzlich ausgeschlossen ist. Dies beinhaltet sowohl schwarzpigmentierte Produkte als auch Farbpigmente.