Kaltmahlen

Kaltmahlen

Kaltmahlen - auch als kryogene Vermahlung oder kryogene Mahlung bezeichnet - beschreibt den Vorgang, bei dem den zu mahlenden Stoffen Flüssigstickstoff zugegeben wird, um bei der Mikronisierung besonders hohe Kornfeinheiten bei gleichbleibender Qualität zu erhalten. Dieses Verfahren der Feinstvermahlung wird vor allem bei weichen, flexiblen oder feuchten Stoffen angewandt, da diese sich oft nur schwer oder gar nicht zerkleinern lassen. Sobald das Mahlgut gekühlt wird, verändern sich die Materialeigenschaften beim Kaltmahlen: Der Stoff wird hart und spröde – somit werden feinste Mahlprozesse ermöglicht. Dadurch wird während der Mikronisierung ein Verschmelzen und Verkleben des Mahlguts ausgeschlossen. Bei Gewürzen können durch die hohen Temperaturen, die durch die eingebrachte Mahlenergie entstehen, Aroma und Geschmacksstoffe verloren gehen. Darüber hinaus besteht die Gefahr von Oxidationen bis hin zur Staubexplosion.

Kaltmahlen ist für viele Materialien geeignet, zum Beispiel:

  • Thermoplastische Kunststoffe
  • Kautschuk / Elastomere
  • Wachse
  • Gewürze
  • Arzneimittel

Die Vorteile des Kaltmahlens auf einen Blick:

  • hohe Durchsatzleistung von Mahlgut
  • großer Fein- bzw. Feinstgutanteil
  • geringerer spezifischer Energiebedarf
  • kein Verschmelzen und Verkleben von temperaturempfindlichen Kunststoffen
  • Keine thermische Schädigung durch eine kontrollierte Mahltemperatur
  • Erhalt von Aromastoffen bei der Gewürzmahlung
  • hoher Schutz vor Staubexplosionen

Kaltmahlen wird bei der Ebbecke Verfahrenstechnik AG mithilfe der Cryogenic Mill durchgeführt. Man spricht daher auch von kryogener Mahlung oder kryogener Vermahlung.

Siehe auch: Cryogenic Mill

Suche +49 6181 189096-0 E-Mail senden